Nachts beginnt es zu regnen und das hält fast den ganzen Vormittag an. Die Leute hier berichten von den auffallend vielen Niederschlägen, die es sonst in dieser Form in dieser Jahreszeit nicht gab. Seit Jahren beobachten sie diese Klimaveränderung. Besonders gerne reisen Israelis hier nach Swanetien, sie können das üppige Grün und das überreiche Angebot an Wasser nicht fassen.
Von drei Seiten umgeben uns Berge von 4000 - 5000m Höhe, schneebedeckt, die meisten mit großen Gletschern (meist sieht man die aber von Mestia nicht). Das Panorama ist fantastisch, dazu die vielen (42) Wehrtürme von Mestia, die eine besondere Kulisse schaffen. Wir frühstücken mit Kaffee und Brot, Butter, Yogurt, Spiegeleiern, Sulguni-Käse, Marmelade, Katschapuri (warm). Wegen des Regens gehen wir danach wieder in unser Gemach und schreiben ein bißchen Blog und ruhen uns aus. Am frühen Nachmittag kommt die Sonne raus und wir gehen zunächst in das wirklich vorzügliche Museum der Stadt. Wir sehen wunderbaren Schmuck, Schwerter, Gürtel, Dolche, Sättel, geschnitzte Truhen, Kupferarbeiten, tolle Fotos von Vittorio Sella, der zwischen 1889 bis 1896 dreimal Swanetien bereist hat und sehr schöne Schwarz-weiß-Fotos hinterließ, Höhepunkt sind ein paar bis zu 1100 Jahre alte Bücher und Silberarbeiten aus Kirchen und gemalte Ikonen. Das ganze ist wirklich sehr lohnend. Danach gehen wir in einen kleinen “mineral park” mit einer Mineralwasserquelle. Daraufhin schauen wir uns das vor 14 Tagen eröffnete schone Hotel Tetnuldi an und trinken Kaffee bei bester Aussicht auf Mestia und seine Türme. Von hier beginnt ein von Azaleen gesäumter Weg, der sogar gekennzeichnet ist. Ihm folgen wir mehrere Kilometer in der Nachmittags- und Abendsonne. Es ist wunderschön. Danach gibt es Abendbrot zu Hause: Katschapuri (ganz frisch), Tomatensalat, einen zweiten Salat aus Erbsen und Kartoffeln und Kräutern, dann die Suppe und das Hähnchengericht von gestern. Wir nehmen gerne einen Selbstgebrannten dazu.
Freitag, 9. Juli 2010
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