Gletschertour zum Chaladi Glacier unter dem 4700m hohen Ushba und dem 4411 Chatintau, 20km zu Fuß, auch Steigung. Auf dem staubigen Dorfplatz, am Beginn der Tour, läuft uns plötzlich “unser” Hund entgegen, verrückt vor Freude springt er an uns hoch und beißt in unsere Hosenbeine und wedelt mit dem Schwanz. Er folgt uns wieder auf unserem Weg. Wir verlieren ihn zeitweise an andere Futtergeber, ein Deutsch/Israelisches Paar, die wir treffen und die viel Proviant dabei haben, den sie mit uns und mit ihm teilen. Wir schlagen uns gut und enden erschöpft und glücklich auf unserer Hotelterrasse, die wir ja vor einigen Tagen entdeckt haben. Trinken und essen bei gutem Ausblick bis zum Sonnenuntergang. Sind heute wieder Königinnen auf unserer schönen Reise. Wie sich die Dinge ändern in kurzer Zeit. Übrigens: von Mestia selber gibt es keine Fotos (außer von den Wehrtürmen und der umgebenden Landschaft), nichts scheint von dem Staub, den stattfindenden Bautätigkeiten, den schlichten fensterlosen Läden, dem kleinen Flugplatz und den grausigen mehretagigen Wohnblocks außhalb zwingend festhaltenswert.
Wir machen uns abends auf den Weg zu unserer Familie, die schon vor der Tür auf uns wartet. Eka hat bereits bei der Touristinformation angerufen, um zu fragen, wohin wir wollten. Sie alle haben sich Gedanken um uns gemacht, die Mutter fand auch wir hätten zum Frühstück nicht gut gegessen. Bestimmt hätte es uns nicht gut geschmeckt. Sehr aufmerksam alle. Wir essen nochmals in unserer Familie mit den anderen Gästen (gefüllte Paprika und Suppe mit Nudeln und Kartoffel) und schlafen dann rasch ein. Wir verzichten sogar darauf, das WM-Spiel Deutschland - Spanien zu sehen. Zum ersten Mal regnet es heute Nacht nicht. Auch Blitzen und Donnern bleiben aus. Das Haus ist inzwischen voller Gäste, über uns hat das englische Paar ihr Zimmer, mitten in der Nacht kracht es und knallt es über uns, der Holzboden überträgt den Lärm ungefiltert.
Freitag, 9. Juli 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen