Um neun Uhr gibt es Frühstück: kalte Getreidegrütze (Gerste?), warme Pellkartoffeln mit Dill und Butter, Spiegeleier in einer Brotrinde gebacken, Apfelmarmelade, Käse, Butter, Brot, Salat mit Gurke und Tomate. Wir frühstücken mit den zwei Holländern und einem französischen Pärchen.
Danach beginnt das Käsefestival mit Käseproben aus allen Teilen Georgiens, Ständen die allerlei Handarbeiten (Gefilztes, gestrickte Socken, gestickte Mützen, Fellmützen, emallierten Schmuck, Messingrepliken von alten georgischen Motiven, Glaskunst) verkaufen, georgischen Wein, georgischen Tee. Dazu gibt es Musik- und Tanzvorführungen aller Art. Wir probieren viel Käse und verbringen einige nette Stunden dort. Gehen dann durch die Stadt und durch eines der Stadttore hinaus, folgen der Straße wahrscheinlich Richtung Lagodegi inmitten von undurchdringlichem Grün, ohne das wir einen Abzweig der Straße sehen. Nach einer ganzen Zeit des Laufens halten wir ein Marschrutki in die Gegenrichtung an und fahren wieder bergauf nach Signagi. Trinken dort türkischen Mokka und knabbern dazu kleine getrocknete salzige Fische, ein russisches Produkt, sehr lecker. Schauen danach die kleine St. Stephan Kirche in einem der Wachtürme der Stadtmauer an und danach die St. Georgs Kirche (von außen schöner als von innen). Finden danach einen Internetladen und geben schweißnaß in dem warmen Raum unseren Blog auf. Essen dann unser erstes (abgepacktes) Eis und gehen zu dem kleinen völlig unspektakulären ethnographischen Museum (das war es gar nicht wie sich später herausstellt). Danach gehen wir in unser Zimmer, duschen, waschen Wäsche und trinken dann Tee mit Nana und ihrer Freundin Mzia, die Leiterin der Kunstakademie in Tbilisi ist (?). Die zwei sind sehr selbstbewußte, energische, witzige Frauen und wir lachen bei gebrochenem Englisch viel. Mzia läd uns zu sich ein, wenn wir in Tbilisi sind. Inzwischen bricht wieder ein Höllengewitter los.
Wir gehen essen: Bohnensuppe, georgischer Salat (Erbsen, Möhren, Kartoffeln in weißer Soße), Brot und ich bekomme Khaslama. Letzteres ist ein Haufen gekochter Knochen mit etwas Fleisch dran, sonst ohne alles. Ich beginne mit Messer und Gabel, mir eßbar Erscheinendes (natürlich ist das extrem subjektiv) von Fett, Knochen und anderem zu trennen. Schmeckt ok. Mine lacht sich tot (wir wollten eigentlich kein Fleisch und solches schon gar nicht). Ich soll nie mehr an ihrem Fleisch zu Hause rumfitzkeln.
Morgen machen wir eine Tour nach Dawit Garedscha. Nana hat uns einen Fahrer organisiert. Man kann nur mit einem Taxi dahin kommen, es liegt sehr entlegen und es gibt keinen öffentlichen Transport dorthin.
Samstag, 26. Juni 2010
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