Mittwoch, 30. Juni 2010
28.6.10 Borjomi
Nach dem Frühstück werden wir aktiv, fahren mit der Marschrutki Richtung Nationalparkverwaltung, um uns dort registrieren zu lassen. Der Nationalpark ist der erste im Kaukasus und er wurde mit Hilfe der deutschen Bundesregierung und des WWF eingerichtet. Er nimmt 1% des Territoriums von Georgien ein. In der Nationalparkverwaltung bekommen wir eine kurze Einführung und eine Routenempfehlung nach unseren Bedürfnissen. Wir wollen mit der kürzesten und einfachsten Route beginnen. Mit einem Taxi fahren wir zum Dorf Kvabiskhevi und zum dortigen Nationalparkeingang. Immer entlang des Kvibis kheve, einem kleinen Fluss, geht es entlang eines lang gezogenen Tales. Unterwegs treffen wir Ranger des Parkes und Waldarbeiter bei der Pause. Nachdem sie uns über den Bach geholfen haben, haben wir schon bald jeder ein volles Glas in der Hand. Hoffentlich keine Wodka denken wir. Gott sei Dank handelte sich nur um eine Kostprobe selbst gemachten Weines. Nachdem unsere Papiere kontrolliert sind verabschieden wir uns schnell von den Herren und laufen und laufen weiter über Wiesen und im Wald, eine wunderbare Wegstrecke bis es nicht mehr weiter geht und sich der Weg verliert. Wir sind völlig verschwitzt , die Natur ist so schön, dass man einfach so weiter laufen möchte. Wir sehen viele Arten Schmetterlinge in allen Farben, die unseren Weg begleiten, viele verschiedene Blumen, besonders schöne Orchideen und sehr alte Bäume, vieles ist uns leider nicht bekannt, hat für uns keinen Namen. Die Natur ist wirklich sehr ursprünglich und unverfälscht, keines Menschen Hand hat hier etwas gemacht. Die Sonne scheint stetig, aber die Bäume geben uns wunderbaren Schatten, so dass das Laufen doch sehr angenehm ist. Wir wandern bis wir müde werden, dann kehren wir zurück. Kaum treffen wir wieder auf die Straße kommt gerade eine Marschrutki, den wir anhalten können. Wir machen für morgen noch die Tour nach Wardzia klar und gehen dann müde heim. Duschen, waschen Wäsche und gehen wieder Forelle essen mit Salat und Brot. Unsere Neuentdeckung sind gebratene Kartoffeln - sehr köstlich. Am nebentisch amüsieren sich junge georgische Frauen bei recht viel Bier und gutem Essen. Sie sind sehr selbstbewußt, modern gekleidet und ungezwungen. Wir sind der türkischen Grenze ja recht nah und wir erinnern uns wie es den Frauen dort in der Osttürkei ergeht, schon ein bißchen anders!
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